Die Art Keyboard zu spielen

Ich hab euch mal fol­gen­den Text von Autumn Hard­man über­setzt. das Ori­gi­nal fin­det ihr hier

Wenn man sich­die letz­ten unse­rer Alben anhört, merkt man, dass die Art und Weise, wie wir Key­board spie­len ein biss­chen anders gewor­den ist. In den letz­ten Jah­ren hat sich vie­les geän­dert: Wel­che Parts spielt das Key­board, wel­che Sounds weden benutzt und wie kom­men Key­boards über­haupt vor. Wir wol­len euch ein­fach ein biss­chen erklä­ren, wie wir den­ken und euch hel­fen euren eige­nen Stil zu finden.

1.   PARTS: (spiel mit Kon­zept)
Anstatt Songs die ganze Zeit mit Piano durch zu lei­ten, gehen wi jeztt ein biss­chen anders an die Sache ran. Das Key­board ist nicht mehr nur das Key­board son­dern ein Instru­ment wie jedes andere auch. Als Bei­spiel: Wenn jemand das Bass-Riff von „Take it all“ hört, erkennt er es sofort. Man weiß wel­cher Song kommt, was gesun­gen wird. Das Schlagzeug-Intro zu „run“ genauso. Das selbe kann für Key­boar­der gel­ten. Wir ver­su­chen spe­zi­elle Parts für Songs zu schrei­ben, die in die gesate band rein pas­sen und dem Song einen Wie­der­er­ken­nungs­wert geben. Key­board ist also nicht nur beglei­tend da, son­dern prägt mit den Riffs ganze Songs. Zum Bei­spiel die Synthie-Linie in dem Song „Free­dom is here“ (Album: Tear down the walls) oder das Piano-Riff von „His Glory appears“ (Alm­bum: Faith Hope Love).

Der erste Schritt zu so einem groß­ar­ti­gen Part ist es, sich den Song ansich anzu­höen. Hör auf die Melo­die, das Fee­ling, das tempo, die Dyna­mik, die Grund­stim­mung. Wie könnte der Song klin­gen?  Als Bei­spiel „Desert song“: Das Schlag­zeug, das 3-Noten-Piano-Riff und der Gitar­ren­part geben dem Song direkt am Anfang die Grund­lage. Man muss immer hören, wel­che Teile ein Lied noch hat. Wenn wir an Songs arbei­ten und der Gitar­rist hat schon ein tol­les Riff, spiele ich etwas, das mehr im Hin­ter­grund ist, weni­ger auf­dring­lich. Es soll das Haupter­ken­nungs­merk­mal des Songs unter­stüt­zen. Etwas, das sich nicht über­schnei­det, viel­leicht ein Pad-Sound, Har­mo­nium oder Orgel.

2.  SOUNDS(nicht nur piano)

Viele nenne sich selbst „Pia­no­spie­ler“. Piano ist nur einer von vie­len Sounds, die wir benut­zen. Von dir nur als Pia­no­spie­ler zu den­ken wird dich daran hin­dern eine brei­tere Sound­viel­falt ken­nen­zu­ler­nen. Syn­the­si­zer, Leads, Pads, Rhods, E-Piano, Orgel, Har­mo­nium, Effecte, Hall, Ver­zer­rung, Fil­ter und viele Sounds mehr kann man ein­set­zen statt sich nur auf den Piano-Sound zu beschränken.

Ein paar Beispiele:

  • Tear down the walls“ vom letz­ten United Album,.. Stro­phe 1 hat ein fet­ten Pad-Sound am Anfang. Wenn Schalg­zeug und Bass rein­kom­men, spielt der selbe Sound ein etwas rhyt­mi­sche­res Mus­ter mit etwas Hall, was den Sound kom­plett anders wir­ken lässt und dem Song eine Grund­lage gibt.
  • For your name“ hat ein Intro mit einem Synthie-Bass, der 2 mal ver­zerrt ist und die­ses Mus­ter läuft durch das ganze Intro und die Stro­phe. Ich spiele das selbe wie der Bass. Es ist kaum zu hören, gibt dem gan­zen aber doch noch etwas besonderes.
  • Free­dom is here“ hat diese Synthie-Linie, die durch den kom­plet­ten Song läuft. Von Anfang bis Ende. Das rest­li­che Arra­ge­ment baut sich darum auf.

Wenn du etwas mit Piano spielt, sei sicher, dass du nicht nur die Akkorde run­ter leierst…

  • You hold me now“ — United Album ver­sion — Piano spielt kom­plett durch.
  • Its your love“ — Hill­song Live Album — Das Paino in Intro + Bridge ergänzt die E-Gitarre.
  • His Glory Appears“ — Hill­song Live Album — sehr pia­no­las­ti­ger Song mit sowohl nor­ma­len Akkor­den als auch spe­zi­el­le­ren Riffs/Parts

3.  ZUSAMMENHANG:  (was wird von mir gebraucht?)

Eine der bes­ten Her­an­ge­hens­wei­sen an veschie­dene Songs ist, sich selbst zu fra­gen, was von mir gebraucht wird mit der band zusam­men. Passt dich an die ganze Band an. Wenn du in einer kom­plet­ten Band bist wie ich (2 E-Gitarren, Drums, Bass, 2 Key­boards“, wirst du anders spie­len müs­sen — in Hin­blick auf das, was du spielst, Sounds, Laut­stärke als zum Bei­spiel nur mit einer A-Gitarre. In einer kom­plet­ten Band, kann man indi­vi­du­elle Sounds ein­brin­gen, wenn man sich nicht kom­plett auf dich ver­las­sen muss, damit der Song wei­ter­läuft. Weni­ger ist mehr und die Frage, was du ein­bri­g­nen kannst, als Key­boar­der soll­ten die Prin­zi­pien sein. Was fehlt, was man spie­len sollte? Oft kann eine ein­fa­che Linie — viel­leicht höher gespielt als die Gitar­ren — dem Song viel Tiefe geben und super ergänzen.

Wenn man in klei­ne­ren Kom­bos, viel­leicht ohne Bass, spielt, kommt es dar­auf die Kern-Elemente des Songs zu spie­len. Die Akkord-Grundlage zu spie­len und viel­leicht keine beson­de­ren Sounds. Du wirst mehr spie­len müs­sen und das ganze mehr am Lau­fen hal­ten. Wenn du aber zum Bei­spiel mit 2 Akustik-Gitarren spielst, ist wahr­schein­lich ein flä­chi­ger Sound bes­ser, da die Gitar­ren ja schon die Ryth­mus­ar­beit machen.

Ins­ge­samt kann man sagen: Wir Key­boar­der soll­ten krea­tiv sein und mit Kon­zept spie­len. Nicht das spie­len, was andere schon spie­len, son­dern eigene Sounds und Melo­dien fin­den, die dem Sound der Band feh­len oder die Musik und die Aus­sage des Songs ein­zig­ar­ti­ger machen.

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