Die Art Keyboard zu spielen
By sammy |
November 18th, 2009 |
Category: Keys |
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Ich hab euch mal folgenden Text von Autumn Hardman übersetzt. das Original findet ihr hier…
Wenn man sichdie letzten unserer Alben anhört, merkt man, dass die Art und Weise, wie wir Keyboard spielen ein bisschen anders geworden ist. In den letzten Jahren hat sich vieles geändert: Welche Parts spielt das Keyboard, welche Sounds weden benutzt und wie kommen Keyboards überhaupt vor. Wir wollen euch einfach ein bisschen erklären, wie wir denken und euch helfen euren eigenen Stil zu finden.
1. PARTS: (spiel mit Konzept)
Anstatt Songs die ganze Zeit mit Piano durch zu leiten, gehen wi jeztt ein bisschen anders an die Sache ran. Das Keyboard ist nicht mehr nur das Keyboard sondern ein Instrument wie jedes andere auch. Als Beispiel: Wenn jemand das Bass-Riff von „Take it all“ hört, erkennt er es sofort. Man weiß welcher Song kommt, was gesungen wird. Das Schlagzeug-Intro zu „run“ genauso. Das selbe kann für Keyboarder gelten. Wir versuchen spezielle Parts für Songs zu schreiben, die in die gesate band rein passen und dem Song einen Wiedererkennungswert geben. Keyboard ist also nicht nur begleitend da, sondern prägt mit den Riffs ganze Songs. Zum Beispiel die Synthie-Linie in dem Song „Freedom is here“ (Album: Tear down the walls) oder das Piano-Riff von „His Glory appears“ (Almbum: Faith Hope Love).
Der erste Schritt zu so einem großartigen Part ist es, sich den Song ansich anzuhöen. Hör auf die Melodie, das Feeling, das tempo, die Dynamik, die Grundstimmung. Wie könnte der Song klingen? Als Beispiel „Desert song“: Das Schlagzeug, das 3-Noten-Piano-Riff und der Gitarrenpart geben dem Song direkt am Anfang die Grundlage. Man muss immer hören, welche Teile ein Lied noch hat. Wenn wir an Songs arbeiten und der Gitarrist hat schon ein tolles Riff, spiele ich etwas, das mehr im Hintergrund ist, weniger aufdringlich. Es soll das Haupterkennungsmerkmal des Songs unterstützen. Etwas, das sich nicht überschneidet, vielleicht ein Pad-Sound, Harmonium oder Orgel.
2. SOUNDS: (nicht nur piano)
Viele nenne sich selbst „Pianospieler“. Piano ist nur einer von vielen Sounds, die wir benutzen. Von dir nur als Pianospieler zu denken wird dich daran hindern eine breitere Soundvielfalt kennenzulernen. Synthesizer, Leads, Pads, Rhods, E-Piano, Orgel, Harmonium, Effecte, Hall, Verzerrung, Filter und viele Sounds mehr kann man einsetzen statt sich nur auf den Piano-Sound zu beschränken.
Ein paar Beispiele:
- „Tear down the walls“ vom letzten United Album,.. Strophe 1 hat ein fetten Pad-Sound am Anfang. Wenn Schalgzeug und Bass reinkommen, spielt der selbe Sound ein etwas rhytmischeres Muster mit etwas Hall, was den Sound komplett anders wirken lässt und dem Song eine Grundlage gibt.
- „For your name“ hat ein Intro mit einem Synthie-Bass, der 2 mal verzerrt ist und dieses Muster läuft durch das ganze Intro und die Strophe. Ich spiele das selbe wie der Bass. Es ist kaum zu hören, gibt dem ganzen aber doch noch etwas besonderes.
- „Freedom is here“ hat diese Synthie-Linie, die durch den kompletten Song läuft. Von Anfang bis Ende. Das restliche Arragement baut sich darum auf.
Wenn du etwas mit Piano spielt, sei sicher, dass du nicht nur die Akkorde runter leierst…
- „You hold me now“ — United Album version — Piano spielt komplett durch.
- „Its your love“ — Hillsong Live Album — Das Paino in Intro + Bridge ergänzt die E-Gitarre.
- „His Glory Appears“ — Hillsong Live Album — sehr pianolastiger Song mit sowohl normalen Akkorden als auch spezielleren Riffs/Parts
3. ZUSAMMENHANG: (was wird von mir gebraucht?)
Eine der besten Herangehensweisen an veschiedene Songs ist, sich selbst zu fragen, was von mir gebraucht wird mit der band zusammen. Passt dich an die ganze Band an. Wenn du in einer kompletten Band bist wie ich (2 E-Gitarren, Drums, Bass, 2 Keyboards“, wirst du anders spielen müssen — in Hinblick auf das, was du spielst, Sounds, Lautstärke als zum Beispiel nur mit einer A-Gitarre. In einer kompletten Band, kann man individuelle Sounds einbringen, wenn man sich nicht komplett auf dich verlassen muss, damit der Song weiterläuft. Weniger ist mehr und die Frage, was du einbrignen kannst, als Keyboarder sollten die Prinzipien sein. Was fehlt, was man spielen sollte? Oft kann eine einfache Linie — vielleicht höher gespielt als die Gitarren — dem Song viel Tiefe geben und super ergänzen.
Wenn man in kleineren Kombos, vielleicht ohne Bass, spielt, kommt es darauf die Kern-Elemente des Songs zu spielen. Die Akkord-Grundlage zu spielen und vielleicht keine besonderen Sounds. Du wirst mehr spielen müssen und das ganze mehr am Laufen halten. Wenn du aber zum Beispiel mit 2 Akustik-Gitarren spielst, ist wahrscheinlich ein flächiger Sound besser, da die Gitarren ja schon die Rythmusarbeit machen.
Insgesamt kann man sagen: Wir Keyboarder sollten kreativ sein und mit Konzept spielen. Nicht das spielen, was andere schon spielen, sondern eigene Sounds und Melodien finden, die dem Sound der Band fehlen oder die Musik und die Aussage des Songs einzigartiger machen.